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ANGEMESSENE GESUNDHEITSVERSORGUNG FÜR TRAUMATISIERTE FLÜCHTLINGE!!

Setz dich mit uns für geflüchtete und flüchtende Menschen ein und schreib einen Brief an die Ministerpräsident_innen! Diesen Text kannst du als Vorlage nehmen:

Sehr geehrte Ministerpräsidentinnen, sehr geehrte Ministerpräsidenten, viele Menschen, die nach Deutschland fliehen, haben Krieg und schreckliche Gewalt erlebt. Viele wurden misshandelt oder gefoltert. Deutschland ist international verpflichtet, traumatisierten Flüchtlingen Schutz und die nötige medizinische sowie psychologische Behandlung zu gewähren. Eine solche angemessene Versorgung setzt eine rechtzeitige Identifizierung der Betroffenen und ihrer Bedürfnisse voraus. Das ist ohne Dolmetscher kaum möglich. Ein wichtiger Teil der Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen wird zurzeit von sogenannten psychosozialen Behandlungszentren geleistet. Sie bieten medizinische Behandlung, Psychotherapie, Dolmetscherleistungen und psychosoziale Betreuung an. Trotzdem sind sie keine anerkannten Leistungserbringer der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Finanzsituation der meisten Behandlungszentren ist daher prekär. Das Asylpaket II hat ihre Arbeit zusätzlich erschwert, da Stellungnahmen psychologischer Psychotherapeuten in Abschiebeverfahren nun nicht mehr anerkannt werden und die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die häufigste psychische Störung in Folge von Folter, nicht mehr als Abschiebehindernis anerkannt wird. ICH FORDERE SIE DAHER AUF

 sich dafür einzusetzen, dass ein effektives Verfahren zur Erkennung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge 

▪ eingeführt wird;

 die Finanzierung von notwendigen Dolmetscherleistungen sicherzustellen;

 sich dafür einzusetzen, dass die Gesetzliche Krankenversicherung die Leistungen der Behandlungszentren als 

▪ Kassenleistung anerkennt und erstattet;

 sich dafür einzusetzen, dass PTBS wieder als Abschiebehindernis gewertet werden kann;

 eine ausreichende und dauerhafte Finanzierung der psychosozialen Behandlungszentren sicherzustellen. 

▪ Hochachtungsvoll,

Diese Briefe schickt ihr dann bitte an die folgende Adresse: AMNESTY INTERNATIONAL Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. Themenkoordinationsgruppe gegen die Folter Sarah Schießl, Rulestraße 7, 61169 Friedberg

Vielen Dank für eure Mitarbeit!

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