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mythosfreiheit

13.04.2015

Film und Gespräch: Tales From The Organ Trade

Wir laden herzlich zur Vorführung des 2013 erschienenen und von Amnesty International Canada mit dem Media Award ausgezeichneten Dokumentarfilms "Tales From The Organ Trade" ("Schwarzmarkt Organhandel") ( in englischer Originalsprache ohne Untertitel) am Mittwoch, den 29. April 2015 um 19.30 Uhr in die naTo ein. Im Rahmen der Film- und Veranstaltungsreihe "Mythos Freiheit" (http://mythosfreiheit.de/) kooperieren wir dabei mit der Cinémathèque Leipzig e.V. (http://www.cinematheque-leipzig.de/) und anderen Leipziger Vereinen zu den Themenschwerpunkten "Körper" und "Seele".

Im Anschluss laden wir herzlich zu einer Podiumsdiskussion über den „Wert des Körpers“ und die medizinischen, wirtschaftlichen und ethischen Probleme von Organtransplantationen ein. Zu Gast ist PD Dr. phil. Oliver Decker (Buch Commodified Bodies. Organ Transplantation and the Organ Trade) von der Universität Leipzig.

Zum Film:

„Alle 60 Minuten wird ein Organ auf dem Schwarzmarkt verkauft. Was würdest du tun, wenn dein Leben davon abhinge?“ Mit dieser Vorgabe zu ihrem Dokumentarfilm „Tales from the Organ Trade“ („Schwarzmarkt Organhandel“) bringt die Regisseur*in Ric Esther Bienstock das ethische, juristische und wirtschaftliche Dilemma auf den Punkt, das das Thema Organhandel charakterisiert. Ohne ein moralisches „Richtig“ zu beanspruchen, begleitet sie Empfänger*innen, Spender*innen und auch Ärzt*innen in Kanada, Israel, auf den Philippinen, den USA und im Kosovo auf dem medizinischen und moralischen Weg einer Niere von ihrer finanziell ausweglosen Spender*in über angeklagte Ärzt*innen zu ihrer todkranken Empfänger*in.

Nicht zufällig ist der Handel mit Organen weltweit fast ausnahmslos verboten. Dahinter steckt die Maxime, dass die Weggabe eines Teils des Körpers ein Akt der Solidarität sein soll – nicht Selbstverkauf. Doch was, wenn der Verkauf des eigenen Körpers als einziger Ausweg aus tiefster Armut erscheint? Was, wenn genau ein solches Organ Leben rettet?

Auf die praktischen Auswirkungen dieses Konfliktes wirft Bienstock ein ebenso differenziertes wie schockierendes Licht und eröffnet so einen nie da gewesenen Blick hinter die Kulissen des Schwarzmarktes Organhandel, der ihrem* Werk 18 internationale Filmpreise und zahlreiche Nominierungen einbrachte.