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Die Menschenrechtsverteidigerin Mao Hengfeng

Neues zu unserem Einzelfall Mao Hengfeng

Erst Anfang des Jahres übernahmen wir den Einzelfall der Menschenrechtsverteidigerin Mao Hengfeng und schon im Februar erfuhren wir die gute Nachricht, dass sie - vorerst - freigelassen wurde. Die Vorwürfe und Strafe gegen sie wurden jedoch nicht offiziell aufgehoben.

Deshalb schreiben wir Briefe an den chinesischen Premierminister und würde uns freuen, wenn möglichst viele weitere Menschen unsere Text oder einen selbst formulierten Brief abschicken.

Hintergrund

Im Februar erreichte uns die Nachricht, dass Mao Hengfeng, am 8. Februar das Polizeigefängnis in Yangpu verlassen und nach Hause zurückkehren konnte. Die chinesischen Behörden erlaubten ihr, den Rest der 18 Monate "Umerziehung durch Arbeit", zu denen sie verurteilt worden war, bei sich zuhause zu verbringen.

Am 30. Oktober 2012 wurde Mao Hengfeng wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu 18 Monaten "Umerziehung durch Arbeit" verurteilt, nachdem sie Anfang des Jahres an Gedenkveranstaltungen für die verstorbenen Aktivistin Teng Jingdi teilgenommen hatte. Schon häufig wurde Mao Hengfeng, weil sie sich für das Recht auf Fortpflanzung von Frauen, für Opfer von Zwangsvertreibungen und für Menschenrechtsverteidiger engagiert hatte, von den Behörden gefangen genommen und mehrfach während der Haft gefoltert.

Unsere Forderungen

Wir setzen uns weiter dafür ein, dass die Strafe gegen Mao Hengfeng offiziell beendet wird, damit sie keine weiteren Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit erfährt und fordern eine unabhängige sowie unparteiische Untersuchung der Foltervorwürfe. Die Behörden sollen außerdem sicherstellen, dass Mao Hengfeng in Zukunft als Menschenrechtsverteidigerin aktiv sein kann, ohne seitens der Behörden mit Repressionen rechnen zu müssen.

Deshalb haben wir einen Brief an den chinesischen Premierminister verfasst, den alle Interessierten ebenfalls gerne abschicken können.

Prime Minister Li Keqiang
The State Council General Office
2 Fuyoujie
Xichengqu
Beijingshi 100017
VR China

Dear Prime Minister,
I appreciate that human rights activist Mao Hengfeng was allowed to leave the police detention centre and to serve the rest of her re-education through labour term at home on 8th February.
However, I’m also worried that Mao Hengfeng has to bear restrictions to her freedom of movement, as the “Re-education Through Labour” is still in force.
Mao Hengfeng has been repeatedly detained for her work defending women’s reproductive rights and victims of forced evictions in China since 2004, and often her family was not allowed to visit her. They have found out since that it was at these times that she was being tortured.
I urge you to officially end the “Reeducation through labour” sentence on Mao Hengfeng. I call on the Chinese authorities to investigate the alleged torturing of Mao Hengfeng and other ill-treating with a view of bringing those responsible to justice. And I ask you to ensure that all human rights activists in China, including Mao Hengfeng, are able to exercise their right to lawfully petition authorities without fear of arbitrary retaliation by the authorities.

Yours sincerely